MTC Mein Tennis Club

Was läuft falsch im Tennisland Deutschland ?

Mein Sport verliert den Nachwuchs. Ist der Tennis Verein – Club die Lösung, oder das Problem ? Ist Tennis für den Schulsport geeignet ?

Zum Thema Kinder – Jugendliche im Verein: Kinder können oft weder von der Methode noch vom Intellekt her die Anweisungen auf den Platz umsetzen. Also bleiben Erfolgserlebnisse selbst nach vielen Trainingsstunden aus. Noch dramatischer wird die Situation beim sogenannten Gruppentraining. Hier hat ein Kind drei bis vier Schlagversuche, während die anderen Kinder Bälle sammeln müssen. Die reine netto Zeit für jedes einzelne Kind dürfte kaum mehr als 5 Minuten pro Stunde betragen, zumal oft echte Stunden nicht mehr angeboten werden. Nicht wenige Trainer bieten 45 Minuten als eine Stunde an. Nehmen Sie als Elternteil einfach mal eine Stoppuhr mit. Sie werden sich erschrecken für was Sie ihr Geld ausgeben. Noch schlimmer wird es wenn die Trainer schon das Rentenalter erreicht haben, und kein Gas mehr geben wollen, sowie über alte Zeiten sinnieren. Und glauben Sie mir ich spreche aus Erfahrung. Den Standardsatz ( Es möchte nicht jeder Profi werden, kann ich nicht mehr hören )


Aber auch im etwas fortgeschrittenen Kinder- und Jugendbereich gibt es vieles zu bemängeln. Ist das Wettkampftraining wirklich noch zeitgemäß ?

Es geht um die Kinder und Jugendliche, die noch nicht den Weg in eine Mannschaft gefunden haben oder vielleicht – aus welchem Grund auch immer – gar nicht finden wollten. ( Mein Sohn mag und liebt Tennis, ist Allergiker und spielt zur Zeit kein Wettkampftennis ). Aber auch diese möchten das Tennisspielen gut erlernen, wenn auch auf einem anderen Level. Leider werden diese Kinder und Jugendlichen nicht selten vom Tennis Vorstand – Sportwart – Jugendwart etc. als unbegabt abgestempelt und sich selbst überlassen. Dass sich diese Kinder nach einem anderen Spaß und Freude bringenden Betätigungsfeld umsehen, ist nur verständlich. Grundsätzlich ist es für unseren Sport wenig zuträglich, in jedem Anfänger gleich einen Rafael Nadal oder eine Angelique Kerber zu  sehen. Nein…..zunächst muss in jedem Jugendlichen ein potentielles Tennis Vereinsmitglied gesehen werden. Alles andere liegt im Willen des Einzelnen und im Geschick der Verantwortlichen, den Eltern, sowie dem Trainerteam.

Bei Beibehaltung der bisherigen Spiel- und Trainingspraktiken im Kinder- und Jugendbereich muss man sich nicht über den zunehmend hohen Mitgliederschwund besonders bei den 14- bis 18-jährigen wundern.

Ein neues, zeitgerechtes, sportpädagogisches und sportmedizinisches Trainingsprogramm muss heute folgendes beinhalten:

Individuelles alters- und kindgerechtes Training. Freiraum schaffen für andere Freizeitaktivitäten. Förderung der Beweglichkeit und Balance. Nicht den Tennisball immer mehr durch Gymnastikbälle, Handbälle und Fußbälle ersetzen. Im Wir Modus bleiben…… soll heißen, ein wenig mehr wir und weniger Ich.

Eure Trainerin Tanja Lang – Johnson Headcoach Tennisschule Go



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