
Mein ganz persönlicher Weg: Das Nullsummenspiel von Paraguay oder Masterstudium in Resilienz
Man sagt, dass man im Tennis erst dann wirklich gewinnt, wenn man lernt, einen verlorenen Satz nicht als Ende, sondern als Vorbereitung auf den Sieg zu sehen. Mein „verlorener Satz“ war eine 5.500 Quadratmeter große Wiese in Paraguay.
Ich kaufte das Land für 6.000 Euro. Es war unberührt, wild und voller Versprechen. Mein Ziel war es, eine Brücke zu schlagen – sportlich und menschlich. Doch in Südamerika gelten andere Regeln als auf den gepflegten Courts der Hamptons. Vertrauen kauft man dort nicht mit Verträgen, sondern mit Menschlichkeit.
Um dieses Projekt zu stemmen, brauchte ich eine Struktur. Ich suchte einen Vorarbeiter und fand ihn in Catalino. Er wurde meine rechte Hand, mein Sprachrohr zu den Arbeitern. Es war eine Übung in Delegation und Vertrauen. Was wir dann gemeinsam schufen, klingt heute fast wie ein Mythos: Wir errichteten eine komplette Anlage – ein Haupthaus, ein Gästehaus, ein Gerätehaus und einen sozialen Raum, in dem Ordensschwestern Kleidung für bedürftige Kinder nähen. Und wir bauten die Plätze: einen Hartplatz und zwei Sandplätze inkl. einer Lichtanlage. Allein das Besorgen der Philipps Dampflampen war ein kleines Abenteuer für sich. Auch der Bau vom Internet-Turm bis Wasserspeicher und Abwassergruben, sowie die Pfeiler der Flutlichtanlage würden ein ganzes Buch füllen. In dieser Zeit habe ich gelernt, wozu Menschen fähig sind, bei anständiger Behandlung.

Das Unglaubliche daran? Bis auf den Betonmischer gab es keine elektrischen Geräte, also Werkzeuge wie Bohrer oder Sägen. Jede Steinsetzung, jede Glättung des Bodens war reine Handarbeit. Ich ließ sogar eine eigene Handwalze für die Sandplätze anfertigen, zum Walzen der Plätze. Es war die ultimative Form der Präzision – mühsam, ehrlich und absolut pur. Doch dann kam der Moment, den jeder Sportler fürchtet: Die äußeren Bedingungen änderten sich unvorhersehbar. Die Flugverbindungen zwischen den USA und Paraguay wurden drastisch teurer, die Logistik brach zusammen. Mein Businessplan, so solide er auf dem Papier wirkte, war durch die Realität der globalen Infrastruktur nicht mehr haltbar. Ich stand vor der schwersten Entscheidung: Weitermachen gegen alle Widerstände oder den Reset-Knopf drücken? Ich nenne es bis heute nicht scheitern. Es war ein kontrollierter Rückzug, um die Kräfte neu zu bündeln. Wir brachen die Zelte ab. Mit dem Wissen, dass ich aus dem Nichts eine funktionierende Gemeinschaft und eine Sportanlage aufgebaut hatte, kehrten wir zurück in die USA, in die Hamptons. Während Chris dort beruflich neu Fuß fasste, schenkte mir das Leben eine andere, weitaus wichtigere Auszeit: Ich wurde Mutter.
Paraguay hat “mich” gelehrt, dass ein „Nullsummenspiel“ auf dem Bankkonto ein maximaler Gewinn für den Charakter sein kann. Ich habe dort gelernt, wie man eine Mannschaft aufstellt, wie man unter extremen Bedingungen baut und wann es klug ist, das Spielfeld zu verlassen, um auf einem anderen Platz ein neues Match zu beginnen.
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Team Lang-Johnson and Family built the go tennis center in 2005/2006 in Paraguay. The facility was built on a meadow in the years 2004 to 2007. Red Clay tennis courts with lights, as well as a hard court, two apartments, residential building with gym, tool shed, changing rooms and shower rooms. Unfortunately we never started this facility, instead we sold it. Nevertheless, we had a great time as a family, and have not regretted the decision to build a tennis academy.
Tennisprojekt Südamerika…..
Die Familie Lang-Johnson errichtete das Go Tennis Center in Paraguay. Die Anlage entstand in den Jahren 2004 bis 2007 auf einer Wiese. Sie umfasste Red-Clay-Tennisplätze mit Flutlicht, einen Hardcourt, zwei Apartments, ein Wohnhaus mit Fitnessraum, einen Geräteschuppen sowie Umkleide- und Duschräume.
Leider konnten wir den Betrieb der Anlage nicht dauerhaft aufnehmen und haben sie schließlich verkauft. Nichtsdestotrotz hatten wir als Familie eine wunderbare Zeit und haben die Entscheidung, eine Tennisakademie zu bauen, nie bereut. Die Anlage wurde nach dem Verkauf umgebaut und wird heute nicht mehr für Tennis genutzt.













